Oralchirurgie

Drucken
PDF

In der Musterweiterbildungordnung (MWO) der Bundeszahnärztekammer wird die Oralchirurgie als ein Teilgebiet der Zahnmedizin beschrieben,  das „die zahnärztliche Chirurgie einschließlich der Behandlung von Luxationen und Frakturen im Bereich der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (Kieferbruchbehandlung) sowie die entsprechende Diagnostik“ umfasst.

Die Gebietsbezeichnung „Oralchirurgie“ wird von approbierten Zahnärzten durch eine mindestens vierjährige (MWO[1], § 2 (3)), ganztägige und hauptberufliche (MWO[1], § 3 (1)) Weiterbildung mit abschließender Prüfung erworben. Der durch die Weiterbildung erlangte Titel „Fachzahnarzt für Oralchirurgie“ wird oft  auch „Oralchirurg“ genannt.
 

  • Der in der MWO[1] zu absolvierende  Operationskatalog fordert auf dem Gebiet der Oralchirurgie unter anderem:
  • Implantologie
  • operative Weisheitszahnentfernung
  • Entfernung verlagerter Zähne
  • chirurgische Endodontie
  • Zahntransplantationen und Reimplantationen
  • Chirurgische Parodontitisbehandlung
  • Lippen- und Zungenbändchenkorrektur
  • Hemisektion und Prämolarisierung
  • Zystektomie, Zystostomie
  • Speicheldrüsendiagnostik- und Therapie
  • Kieferhöhlendiagnostik einschließlich der operativen Revision dentogener (zahnbedingter) Kieferhöhleninfekte
  • Behandlung von Risiko- und Angstpatienten
  • Tumorchirurgie (Entfernung gutartiger Tumoren)